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Rollhockey: (RSC Darmstadt e.V.)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Darmstadt
 
RSC bringt Tabellenführer ins Straucheln

Das hätte im Vorfeld niemand erwartet. „Hoffentlich nicht zweistellig“ war ein häufig geäußerter Wunsch im RSC-Umfeld. Immerhin war der Gegner der amtierende deutsche Meister und Europacup-Teilnehmer ERG Iserlohn. Erst letzte Woche spielte der Tabellenführer gegen das Rollhockeyteam des FC Barcelona. Die Einschätzung der Darmstädter Chancen klang also eigentlich realistisch. Zudem fiel Nationalspieler Fabian Schröter verletzt aus und Kapitän Felix Bender konnte zwar spielen, musste aber einer Erkältung Tribut zollen.

Was den Zuschauer dann geboten wurde, war jedoch vom Feinsten. Schon in der ersten Minute zeigten die Krokodile bei einem gefährlichen Konter von Max Hack, dass sie keineswegs eingeschüchtert in die Partie gehen. Dennoch folgte wenig später der Dämpfer und die Gäste gingen erwartungsgemäß in Führung. Weniger erwartungsgemäß kam zwei Minuten später die Antwort: Der Ausgleich durch Max Hack. Die Zuschauer waren begeistert und eine erste Ahnung keimte auf, dass hier für den krassen Außenseiter vielleicht mehr möglich war, als nur Schadensbegrenzung.

Die Hoffnung wurde jedoch zunächst enttäuscht. Der Gegner aus Iserlohn spielte sich immer besser ein und ging trotz guter Aktionen der Hausherren 3:1 in Führung. Einen höheren Rückstand verhinderte Torhüter Moritz Warmbier mit einigen sensationellen Paraden und einem gehaltenen Strafstoß. Unbeeindruckt vom bisherigen Ergebnis spielten die Krokodile weiter mit, und nach einem wunderschönes Zusammenspiel von Henning Naumann und Felix Bender gelang dem Kapitän kurz vor dem Halbzeitpfiff der viel umjubelte Anschlusstreffer.

„Dranbleiben und den Gegner unter Druck setzen“ wies Trainer Heiner Bender seine Jungs in der Pause an und die starteten entsprechend in die zweite Halbzeit. Iserlohn war jetzt sichtlich überrascht vom schnellen und druckvollen Spiel der Darmstädter. Der RSC nutzte seine Chancen und drehte innerhalb von fünf Minuten den Spieß um: Max Hack, Felix Bender und Philip Wagner trafen im Minutentakt, brachten ihre Mannschaft mit 5:3 in Führung. Die Zuschauer tobten und hofften auf die Sensation.

Aber jetzt machten sich das Fehlen von Fabian Schröter und die Erkältung bei Felix Bender bemerkbar. Die Kräfte ließen sichtlich nach. Statt nachzulegen und die Gäste weiter offensiv unter Druck zu setzen, ließen die Krokodilen den Drang zum Tor vermissen und es schlichen sich zunehmend Fehler ein.

Auf der Gegenseite waren die Iserlohner zwar geschockt, bewiesen aber, warum sie als Vorjahresmeister erneut an der Tabellenspitze stehen. Sie blieben konzentriert, spielten ihr Spiel und warteten geduldig auf Chancen. Die blieben nicht aus und wurden souverän zum Anschlusstreffer und schließlich zum 5:5 Ausgleich genutzt. In der 41. Minute legten die Gäste nach und gingen erneut in Führung.

Das Spiel blieb spannend, Henning Naumann und Felix Bender trieben ihre Mannschaft unermüdlich an. Iserlohn versuchte den Ball zu halten und ruhig den Sieg nach Hause zu fahren, Darmstadt kämpfte um den Überaschungspunkt. Der Tabellenführer rettete schließlich den knappen Sieg gegen anrennende Krokodile über die Zeit.

Der RSC konnte zwar nach dieser hervorragenden Leistung keinen Punkt verbuchen. Aber es bleibt ein begeistertes Publikum, eine Menge Respekt auch bei den Gegnern und der Stolz darüber, den Tabellenführer an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. „Da haben wir heute Glück gehabt“ war dann auch die anerkennende Aussage des Iserlohner Torhüters Carsten Tripp.

Der RSC: Moritz Warmbier (Tor), Nico Schröter (Tor), Felix Bender (2), Max Hack (2), Philip Wagner (1), David Warmbier, Marcel Behnke, Henning Naumann, Patricio Vetrano, Jonas Rohmert


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Autor: nauh
Artikel vom 26.11.2006, 15:07 Uhr
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