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Rugby:
(Dierkower Elche)

Dierkower Elche vs. Exiles RFC - Geglückter Start in die Rückrunde

Normalerweise bedeutet Heimvorteil auch immer, dass besonders viele Spieler ihre Zusage zur Partie geben und man sich um Aufstellung und Auswechselspieler keine Gedanken machen muss. Anders verhielt es sich an diesem Wochenende bei den Dierkower Elchen. Reihenweise mussten Spieler absagen, vielen der Grippe oder kleineren Verletzungen zum Opfer. So brachte man denn auch nur 14 Männer zusammen. Die Gäste aus Hamburg hingegen reisten mit 18 Personen an und hatten demnach auch die Möglichkeit des Öfteren auszuwechseln. Die Rostocker mussten derweil Flickschusterei betreiben und im Sturm auf 4 Stammspieler verzichten. Tolle Arbeit verrichtete dabei die erste Reihe mit Drexler, Günther, Smolij und in der zweiten Reihe Runge der nicht nur dort, sondern auch als Heber in der Gasse Prämiere feierte. In dieser Konstellation hatte man bisher noch nicht zusammengespielt. Umso erstaunlicher, dass der Sturm der Elche dem Gegner gewachsen war – war dieser doch Kraft- und Massenmäßig überlegen. Doch das Rostocker Gedränge stand gut, allein in der Gasse klappte das Zusammenspiel noch nicht perfekt. Sei’s drum – so hatte man schließlich auch noch nie trainiert.
Zu Beginn der Partie waren die Dierkower Elche allesamt der Auffassung, dass man um hier einen Sieg zu holen alle Kräfte zu mobilisieren hätte – der Gegner war bekannt und nie ein Leichter gewesen. Im Hinspiel in Hamburg war der Sieg der Rostocker hart umkämpft und bis zum Ende nicht sicher. Der Sturm der Exiles ist schwer und um ihn zu stoppen müssen die Elche überproportional viele Spieler einsetzen. Sind diese dann gebunden bilden sich Lücken welche dann von der Hintermannschaft zu stopfen sind und so bedeutet das für beide Mannschaftsteile einen erhöhten Kraftaufwand der an der Kondition zehrt.
Das Spiel war nur wenige Minuten alt, so konnten die Dierkower Elche bereits einen Versuch legen, auch der Erhöhungskick saß, wenige Spielzüge später wiederholte sich das ganze. Doch auch nach dieser frühen 14:00 Führung war diese Partie noch nicht entschieden, verlief allerdings deutlich besser als erhofft.
Die Tacklings waren tief und gut und so gelang es den Hamburgern nie durchzubrechen, auch kurz vor der Rostocker Mallinie bissen sie sich die Zähne an der Rostocker Abwehr aus. Gute Arbeit auch von der Hintermannschaft der Gastgeber: schnell und variantenreich gelang es mehr als einmal den Gegner auszutanzen. Im Sprintduell hatte man dann meist auch die Nase vorn und so lautete der Endstand schließlich 41:00 für die Rugbyspieler von der Warnow.

Im nächsten Spiel stehen die Dierkower Elche am 20.03.dem gastgebenden Hamburger Rugby Club gegenüber, der zu Hause immer sehr gut aufspielt. Die Elche hoffen indes, dass ihnen bis dahin wieder der gesamte Kader zur Verfügung steht.


Autor: migr
Artikel vom 07.03.2004, 12:03 Uhr

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