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Rugby:
(Dierkower Elche)

Dierkower Elche tapfer in Hamburg

Der Gegner ist laut Reglement verpflichtet, die Zahl der Spieler ebenfalls bis auf zwölf Spieler zu reduzieren, jedoch nicht weniger. So standen sich also zweimal 12 Spieler gegenüber. Bedeutete das für jeden Rostocker zwei volle Halbzeiten, so konnten die Hamburger bei Bedarf noch auf eine stattliche Zahl von Auswechselspielern zurückgreifen.

Leider wurden die Elche kurz nachdem ihr Kapitän Bruno Seifert die Partie angekickt hatte mit einem Versuch der Hamburger überrumpelt. Es war ihnen gelungen die Reihe der Elche am rechten Spielfeldrand zu sammeln und dann durch die links entstandene Lücke durchzubrechen. Die Rostocker ließen den Kopf nicht hängen, betrachteten den Vorsprung des HRC vielmehr als Ansporn, konnten einen weiteren Versuch jedoch nicht verhindern. Die Motivation wuchs trotz allem mit jeder Minute des Spiels. Der Gegner, den man bislang noch nie zu Hause hatte bezwingen können, war keineswegs übermächtig, im Gedränge konnte man meist gut gegenhalten und die Hintermannschaft patzte des Öfteren wenn sie unter Druck gesetzt wurde. Auch die Rostocker mussten also früher oder später zu einem Versuch kommen, erzielten diesen, wähnten sich wieder im Spiel und mussten dann jedoch mit ansehen wie die Hamburger erneute punkteten. Bis zur Halbzeit ging es so Hin und Her, beide Mannschaften konnten noch Versuche erzielen und tauschten beim Stand von 29:17 für den HRC die Spielfeldhälften.
Philipp Weishaupt, normalerweise Spieler der Hintermannschaft und heute als Nummer 8 den Sturm verstärkend, schied bereits wenige Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte der Partie mit einer Fußverletzung aus. Von da an spielten 11 Rostocker gegen 12 Hamburger, die ihr Kontingent an Auswechselspielern kräftig nutzten. Die Elche ließen den Kopf nicht hängen, mussten zwei Gegenversuche hinnehmen, doch konnten in Unterzahl spielend ebenfalls noch einmal punkten.
Das Endergebnis von 41:24 für die Gastgeber ist mehr als respektabel für die Rostocker. Keine Wechsel, Unterzahl und wieder einmal eine völlig neue Besetzung im Sturm sowie drei mehr oder weniger unerfahrene Spieler, die sich allerdings wacker schlugen, verdeutlichen das. Dass man auch eigene Gassen verlor verwundert daher nicht. Dass man im Gedränge gut gegenhalten und so manchen gegnerischen Ball gewinnen konnte erstaunt umso mehr.
Nichtsdestotrotz hoffen alle Akteure dieses Wochenendes auf bessere Zeiten für die Dierkower Elche, auf dass sie es endlich einmal fertig bringen mit einer kompletten Mannschaft aufzulaufen und dem Gegner zu fünfzehnt gegenüberstehen.

Vielleicht ist das ja bereits am 04.04. zu schaffen, wenn die Reise wieder nach Hamburg, diesmal zu St. Pauli, geht.


Autor: migr
Artikel vom 21.03.2004, 11:01 Uhr

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