Artikelausdruck von Freestyle Rostock


Rugby:
(Dierkower Elche)

Dierkower Elche vs. SC Varel: Geglückter Auftakt für Rostock

 
Die Vareler, für die dies die erste Saison in der RL Nord ist, liegen zumindest in der Wertung für den schönsten Platz schon ganz weit vorne. Gegen diesen, man darf ihn schon Stadion nennen, ist das heimische Geläuf der Elche nichts anderes als Acker zu bezeichnen.

Womöglich verwirrt durch diese professionelle Spielstätte sowie die Fanfarenklänge beim Auflaufen des SCV gelang es den Dierkower Elchen in den regnerischen ersten Minuten der Partie nicht sich ins Spiel zu finden. Das nutzten die Gastgeber bereits nach fünf Minuten und legten durch die poröse rostocker Abwehr den ersten Versuch. Mit diesem und dem geglückten Erhöhungskick lagen sie 7:0 in Führung. Nur kurz darauf setzten sie mit einem direkt auf die Malstangen gekickten Ball weiter drei Punkte nach.
Leider sind die Rostocker dafür bekannt für ihre schwache Warmlaufphase, doch sieben Stunden Zugfahrt nach Varel sollten nicht umsonst gewesen sein und so fingen sie sich nach und nach und fanden eine nicht gute aber ausreichende Form um Paroli zu bieten. So gelang dem Rostocker Kapitän Bruno Seifert endlich der Anschluss und einige Minuten darauf legte auch Mathias Bohk einen Versuch für die Rostocker. Bruno Seifert erhöhte erfolgreich und so gingen die Elche mit knapper Führung beim Stand von 12:10 in die Halbzeit.

Im zweiten Teil der Begegnung schien die endlich die Sonne, allerdings allein für die Gäste von der Warnow. Das Spiel fand zum überwiegenden Teil nur auf der Vareler Hälfte statt. Trotzdem war, obgleich Mathias Bohk und Renald Runge, welcher sich trotz erbitterter Gegenwehr durch die Vareler Verteidigung wühlte, die Ausbeute relativ mager. Die Elche rannten sich zu oft in offenen Gedrängen fest und litten dann unter der nur zögernden Unterstützung. Das Erfolgsrezept gegen Varel war Geschwindigkeit, allein es umzusetzen gelang nur selten. Stattdessen hieß es immer wieder Gedränge, und da waren die Vareler überlegen weil eingespielt. Die Rostocker, einmal mehr mit nur dreizehn Spielern zum Auswärtsspiel gereist, sind zwar Meister der Improvisation, doch hier waren sie Chancenlos. Der Gegner gelangte nur dann in die Rostocker Hälfte, wenn er sich durch einen Kick auf die Gasse etwas Luft verschaffte. Die Rostocker Gasse, obwohl ein leidiges Thema, konnte wiederholt Bälle gewinnen und so wieder das eigene Spiel aufziehen. Wenn es Varel gelang das Rugbyei vor die Mallinie Rostocks zu tragen kämpften die Rosocker verbissen. Die Gastgeber konnten keinen Punkt mehr holen. Den letzten Versuch des Spiels legte Daniel Zucker für die Rostocker, indem er das Ei ins Vareler Malfeld dribbelte, sich dabei gegen die ihm nachstürmenden Gegner durchsetzte und sich dann erfolgreich auf dem Ball schmiss. Diese fünf Punkte sowie weitere zwei aus der erfolgreichen Erhöhung bedeuteten den Endstand von 31:10 für die Gäste. Zwei Minuten vor Ende wurde die ansonsten faire Partie durch eine Tätlichkeit eines Varelers gestört. Der Vareler wurde mit roter Karte vom Platz gestellt, Renald Runge sah wegen einer „Vergeltung“ die gelbe Karte und ging somit bis zum Ende der Partie ebenfalls vom Platz.
Die Dierkower Elche waren erfolgreich doch sie spielten längst nicht so gut wie zum Ende der letzten Saison. Für die nächsten Spiele gilt es noch allerhand zu tun, vor allem müssen Standardsituationen sicherer und das Unterstützungsspiel schneller von statten gehen.

Dierkower Elche (Versuche/Erhöhungen): Goeda, Drexler, Netzel, Grund, Runge(1/0), Zelck, Zucker(1/0), Pingel, Seifert(1/3), Bohk(2/0), Weishaupt, Huth, Kolb

Das für den 25. September angesetzte Spiel gegen die Jesteburg Wombats auf heimischem Geläuf wurde unterdessen von den Jesteburgern abgesagt, ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Am 9. Oktober spielen die Elche auswärts beim HRC in Hamburg, das nächste Heimspiel steht für den 23.10. auf dem Plan.


Autor: migr
Artikel vom 22.09.2004, 17:44 Uhr

© www.freestyle24.de 1995-2003