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Motorsport:
(DMSB - Deutscher Motor Sport Bund e. V.)

Zweiter Saison-Sieg für Steinhausen/Kölsch

 
(Nürburg) Deutschlands Sidecar-Pilot Nummer eins, Jörg Steinhausen, hatte am Nürburgring ein strammes Pensum zu absolvieren. Er startete gleich zweimal: in der IDM Sidecar und beim Rennen der FIM Superside World Championship.

Teil eins seiner Aufgabe löste Steinhausen mit seinem deutschen Copiloten Axel Kölsch perfekt. Nachdem Steinhausen im IDM-Training zum ersten Mal in der Saison auf die Pole Position gefahren war, gewann er auch das Sidecar-Rennen zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft mit einem sicheren Start- und Ziel Sieg.

Bereits nach den ersten Runden hatte der amtierende deutsche Meister einen beachtlichen Vorsprung herausgefahren und siegte mit 25 Sekunden Vorsprung. „Wir sind froh, dass wir endlich mal keine Problemen hatten. Wir konnten so konzentriert unseren Rhythmus fahren.“, so Jörg Steinhausen nach dem Rennen.

Den spannenden Kampf um Platz 2 konnte das österreichisch-schweizerische Doppel Josef Moser und Ueli Wäfler für sich entscheiden. Rundenlang fighteten sie mit Mike Roscher und Adolf Hänni. Dabei wurde den Zuschauern mit immer wieder wechselnden Platzierungen einiges an Spannung geboten.

In der letzten Runde unterlief Mike Roscher ein Fehler, bei dem er die zweite Position an Josef Moser abgeben musste. Er kam in der Kehre von der Strecke ab und wirbelte eine gehörige Menge Staub auf. Roscher/Hänni wurden hinter Moser/Wäfler Dritter. „Wir hatten in den letzten sechs Runden Schaltprobleme und haben bis zum Zielstrich gezittert, aber das Glück war wieder mal auf unserer Seite.“, freute sich Joseph Moser über den zweiten Platz. Rang vier ging an die beiden Österreicher Sepp Doppler und Bernhard Wagner.

Die Pechvögel des Wochenendes waren die Engländer Andy Laidlow und Patrick Farrance, die sich nach ihrem guten zweiten Platz in Ungarn als permanenter Starter in die IDM eingeschrieben hatten. Ihr zunächst blendender Start aus der zweiten Reihe, bei denen sie wie ein Blitz nach vorn schossen, erwies sich als Fehlstart und wurde mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden geahndet. In einer fulminanten Aufholjagd machten die Engländer Sekunde für Sekunde gut. Konzentriert fuhren sie ihren Rhythmus weiter und kamen als Fünfte ins Ziel.

In der Meisterschaft liegt Steinhausen mit 66 Zählern jetzt allein in Front. Josef Moser (60) und Mike Roscher (57) folgen jedoch noch dichtauf.

Auch die zweite Aufgabe löste Jörg Steinhausen prächtig: Mit WM-Beifahrer Trevor Hopkinson schob sich der Nümbrechter beim WM-Lauf der Sidecars mit einem harten Manöver in der letzten Runde Front und holte sich unter dem Jubel der Fans einen WM-Lauf-Sieg auf dem Nürburgring.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 20.06.2005, 12:58 Uhr

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