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Tischtennis:
(Deutscher Tischtennis-Bund e.V.)

Frickenhausen Gewinner des Spieltags nach 3:2-Sieg im Spitzen-Thriller

 
Frickenhausen/Würzburgs Tan Rui Wu hat derzeit einen richtigen Lauf und steuerte zwei wichtige, knappe Einzelsiege zum Erfolg seines Teams bei. Seine Bilanz von gegenwärtig 8:0 beeindruckt.
Vor knapp 500 Zuschauern in der Sporthalle auf dem Berg ging zunächst der Tabellenführer im Schwabenderby in Führung: Tan Rui Wu punktete für sein Team gegen TTF-Topspieler Chuang Chih-Yuan. Tan hatte im fünften Satz mit 11:9 die Nase vorn. Doch Adrian Crisan glich aus durch einen Viersatzsieg über Kenta Matsudaira in einem hart umkämpften Match. Im nächsten Krimi des Tages bestätigte der junge Portugiese Tiago Apolonia seine tolle Form vom Düsseldorf-Spiel und setzte sich überraschend auch gegen den deutschen Nationalspieler Bastian Steger in fünf Sätzen durch. Doch Adrian Crisan konnte diese Steilvorlage nicht nutzen und verlor gegen Tan Rui (Einzelbilanz nunmehr 8:0!) in fünf Sätzen. Der kleine Wirbelwind aus China mit dem kroatischen Pass bewies einmal mehr seine Nervenstärke und hatte, wie im ersten Einzel, mit 11:9 im Entscheidungsdurchgang das bessere Ende auf seiner Seite. Die Entscheidung musste nun im Doppel fallen. Obwohl nicht sonderlich doppelerprobt - in der DTTL hatte man bis dahin bei lauter klaren Siegen noch kein einziges Doppel spielen müssen - hatte der Gastgeber hier am Ende die Nase vorn: Matsudaira/Steger setzten sich gegen Apolonia/Chuang mit 7:11, 11:9, 11:6 und 11:8 zum umjubelten 3:2-Sieg der Truppe aus dem Neuffener Tal durch.
Frickenhausens Manager Christoph Reuhl war natürlich sehr angetan: "Ich muss der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen, so ein Kampfspiel nach dem Mammutprogramm diese Woche mit Bundesliga und Pokal in Jülich sowie Champions League in Budapest. Wir freuen uns jetzt auf das Spitzenspiel am nächsten Sonntag um 16.30 Uhr in der Sporthalle auf dem Berg. Ich hoffe, dass uns dann mehr Zuschauer unterstützen und die Halle in einen Hexenkessel verwandeln." TTF-Präsident Rainer Ihle war hingegen alles andere als glücklich: "Wir hätten dieses Spiel eigentlich gewinnen müssen, aber unsere beiden Spitzenleute machen den Sack nicht zu und verlieren jeweils mit 9:11 im fünften Satz. Wir treten anders auf als zuletzt, gewinnen aber dennoch nicht".
Beinahe tragisch läuft es derzeit für den Gast aus Oberschwaben, der eigentlich alles richtig gemacht hat, am Ende aber doch wieder mit leerem Rucksack die Heimreise antreten muss. 12:11 Sätze und 222:215 Bälle zugunsten des Gastgebers sowie die gigantische Spieldauer, die zweitlängste in dieser Saison, dokumentieren, wie eng es in Frickenhausen tatsächlich zuging. Vielleicht muss man hier schon einmal das Wort Pech in den Mund nehmen - der derzeitige Tabellenplatz fünf mit 6:8 Punkten spiegelt jedenfalls nicht das wider, was Chuang & Co. tatsächlich leisten können. Letzte Saison war man "Remiskönig" der DTTL. Nun gibt es kein Unentschieden mehr und es scheint, als würden alle knappen Spiele nunmehr mit 2:3 verloren gehen. Die Euphorie bei Frickenhausen/Würzburg ist hingegen riesig und auch verständlich. Mit einem derartigen Selbstvertrauen hat man auch gegen Meisterschaftsfavorit Düsseldorf im absoluten Topspiel des neunten Spieltags eine Siegchance - selbst wenn ein Timo Boll in Bestform auf der anderen Seite des Tisches steht.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 10.11.2008, 09:28 Uhr

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